17
Nov
08

Worte – Einsatz u. Bedeutung

… wenn man sich Publikationen zu diesem Thema anschaut, so beginnen diese entweder mit einer Zahlenstatistik über gesprochene oder verwendetet Worte pro Tag, von Mann oder Frau bzw. mit Worten, deren Bedeutung nur wenigen Fachleuten bekannt ist.

Dies alles geschieht um zu zeigen, wir wichtig dieses Thema ist, um die Bedeutung offen zu legen.

Um diese „Tradition” beizubehalten, was ist / sind

„Blumentopferde” ?

Solche Einstiege werden von mir aber nur kurz überfolgen.

Was könnte aber an diesem Thema interessant sein? – Ein Schwerpunkt für mich ist die Bedeutung und die Anwendung der Worte und zwar nicht die „dudenlastige” sondern die individuelle, persönliche.

Die Menschen unserer Generation verwenden teilweise Worte, deren Bedeutung, Sinnhaftigkeit ihnen nicht ganz klar ist und daher resultieren, meiner Meinung nach, die zuhauf auftretenden Missverständnisse.

Ein kleines Beispiel gefällig? – wird eine Anzahl von Menschen nach der Definition des Wortes „Liebe” gefragt erhält man eine Menge unterschiedlicher Definitionen, Erklärung(sversuche).

Unter diesem Gesichtspunkt sollte man einmal den Satz „Ich liebe dich” (und die häufige Antwort darauf: „Ich dich auch”) betrachten.

Keine Missverständnisse treten auf, wenn beide Seiten wissen, was der andere damit meint (nicht nur in Bezug auf den o.g. Satz, sondern generell). Ist dies nicht bekannt, Folge: Missverständnisse, mit teilweise fatalen Folgen.

Um dem zu entgehen, ist doch ganz einfach: Beide Seiten müssen nur ihre jeweilige Bedeutung mitteilen und gut ist!

Was ist aber dafür notwendig? – Antwort: man muss selbst wissen, was dieses Wort für einen selbst bedeutet

Hier beginnt aber ein neuer Pro – blemkreis!

Hand aufs Herz, wie oft verwendet man Worte, hat Worte verwendet, dessen Bedeutung einem selbst (nicht ganz) klar sind bzw. waren? – und dies nur weil sie gerade modern sind / waren oder den Anschein verliehen haben besonders klug zu sein.

Dies wird ganz deutlich wenn man einmal die Verwendung von englisch/amerikanisch – stammenden Worten sich ansieht. Was ist „chillen” nochmals oder was ist unter „ just 4 you”  zu verstehen?

Zusammenfassend lässt sich sagen, um Missverständnisse zu vermeiden, gilt es sich über Bedeutung auszutauschen. Um sich aber austauschen zu können, bedarf es einer klaren Definition für einen selbst.

Wo gilt es daher anzusetzen? – Natürlich (wie auch bei fast allem anderen) bei sich selbst.

Um dies umzusetzen, gibt es viele Dinge die man tun kann.

Eine Vorgehensweise hat mir dabei mehr als nützliche Dienste geleistet. Dies ist die positive Seite, die andere Seite war, dass ich zwar für mich eine klare Definition gefunden habe, es aber zu einer gewissen Verwirrung bei mir geführt hat, wenn in Gesprächen Worte benutzt wurden/werden, für die ich eine eigene Definition erarbeitet habe. Aber dafür habe ich auch eine Lösung für mich gefunden.

Zunächst möchte ich einmal die o.g. Vorgehensweise etwas näher vorstellen.

Zwei wichtige Faktoren sind bei Worten immer gleich, diese sind:

  1. alle Worte sind eine (bewusste) Zusammenfügung von Buchstaben (nicht lachen, dies ist eine wichtige Erkenntnis!)
  1. mit jedem Wort verbindet man eine gewisse Empfindung – häufig wird diese unter die Begriffe „positiv” – „neutral” – „negativ” eingestuft.

In erster Linie ist ein Wort nur eine Ansammlung von Buchstaben. Durch unsere eigene, subjektive Einstufung wird eine Wertung in positiv / negativ – gut / böse – beleidigend / lobend – falsch / richtig vorgenommen.

Nehmen wir z.B. das Wort „Arschloch” – bestehend aus 2 zusammengesetzten Wörtern, die jedes für sich eine eigene Bedeutung haben. Weiterhin besteht es aus 9 Buchstaben.

Ein kleines Spiel gefällig ?

Man nimmt ein beliebiges Wort (am Anfang bitte ein etwas längeres, am besten ein zusammengesetztes) – Nun wird durch Umsortieren der darin enthaltenen Buchstaben neue Wörter gebildet, dabei müssen nicht immer alle Buchstaben verwendet werden.

Eine Steigerung bzw. Abwandlung ist, Worte zu bilden, die man selbst als „positive” Worte bezeichnet (geht auch in die andere „Richtung”)

Durch setzen eines Zeitlimits kann eine gewisse Spannung aufgebaut werden.

Wie viel neue Worte wurden gefunden?

Was kann ein derartiges „Kinderspiel” einem selbst bringen? – berechtigte Frage!

Da wäre zum einen, die Bewusstmachung meines eigenen „Wortschatzes” – zum anderen sollte ich Hilfsmittel (z.B. Lexikon, ö.ä.) herangezogen haben, eine Ausweitung meines „Wortschatzes”.

Weiterhin sollte ich es in / mit einer Gruppe „spielen” eine Einschätzung wo ich selbst stehe bzw. wo die anderen stehen.

Ich kann dieses Spiel jederzeit und überall spielen.

Um seine Fortschritte zu verfolgen, empfiehlt sich die Schriftform.

Dazu schreibt man das gewählte Wort oben in die Mitte eines Blattes und darunter die neuen Wörter. In bestimmten Zeitabständen werden die gleichen Worte wieder „bearbeitet” (es gilt aber: die vorherige Liste nicht anschauen!)

(Wenn man es genau betrachtet, dann beinhaltet dieses Spiel beide Faktoren eines Wortes, sofern man die Abwandlung spielt.)

Zurück zur „emotionalen Bedeutung” der Worte. – Egal welche Empfindung vorherrscht, die Frage lautet: „Warum empfinde ich so?”

Besonders stark sind diese Empfindungen wenn die Worte einen spezifischen, möglicherweise auf mich zutreffenden Sachverhalt wiedergeben, so z.B. Faulpelz, Loser, Schlampe, Arschloch oder Gewinner, Bester, Ernährer, Versorger usw.

Wie gesagt, die Einschätzung ist subjektiv und daher sind folgende Fragen erlaubt: „Was verbinde ich mit diesem Wort?” – „Welche Bilder treten zu Tage?” – „In welchen Situationen wird das Wort ausgesprochen?” – „Wie sehe ich mich selbst?” – „Wie stark identifiziere ich mich selbst damit?”

Es ist äußerst schwierig (auf jeden fall am Anfang) auf diese Fragen eine Antwort zu finden.

Daher ein Tipp: Wenn ich solche Worte höre, mache ich sie bewusst neutral, d.h. ich hänge keinerlei Wertigkeit (positiv oder negativ) an. – In einem ruhigen Moment dann gehe ich dann daran die Antworten zu finden.

Auf diese Weise ist es mir gelungen, dass die meisten Wörter nicht „treffen”; wie heiße es so schöne „nicht verletzen”.

Wie bereits erwähnt, habe ich für eine Vielzahl von Worten meine eigene Definition / Bedeutung. Dazu bin ich mit Hilfe einer bestimmten Vorgehensweise gekommen. Diese Vorgehensweise ist eine „Erfindung” von Vera F. Birkenbihl, sie hat hierzu auch diverse Bücher geschrieben.

Ich möchte sie daher nur kurz umschreiben, sollte jemand näher daran interessiert sein, kann ich einige Bücher hierzu vorschlagen.

Da Frau Birkenbihl die Spezialistin auf diesem Gebiet ist werde ich hier nur die einfachste Form, ich nenne sie „Grundform”, ansprechen.

Wie geschrieben, besteht ein Wort aus einer Anzahl von Buchstaben und eine spezielle Kombination löst ein bestimmtes Verhalten aus.

Bei der Anwendung der Grundform gehe ich wie folgt vor:

Ich nehme ein Blatt Papier (am besten DIN A4) – lege es quer vor mich hin – schreibe dann in die Mitte des Blattes das Wort, welches mich interessiert – ich lasse dies dann kurz auf mich wirken – Wenn ich dann so weit bin, führe ich vom 1. Buchstaben des Wortes einen Strich weg und notiere am Ende das neue Wort, das mit diesem Buchstaben beginnt den ich gerade beachte. – dabei überlege ich nicht viel (max. 5 Sek.) sondern schreibe das Wort hin, das mir gerade durch den Kopf geht. – so gehe ich mit allen Buchstaben des Wortes durch.

Da die Optik auch eine gewisse Rolle spielt, habe ich für mich ein paar „Verbesserungen” eingebaut, die da sind:

+        Ich verwende ein besonderes Papier (i.d.R. weiß , mit 120 g/qm)

+        Das Wort, dass ich „betrachte” schreibe ich in schwarz in die Mitte

+        Für jeden der Striche und für jedes „neue” Wort nehme ich jeweils eine neue Farbe

(Ich habe mir hierfür eine Mappe mit 20 Filzstiften angeschafft)

+        Das neue Wort für den 1. Buchstaben schreibe ich i.d.R. über den 1. Buchstaben. – das neue Wort für den 2. Buchstaben i.d.R. unter den 2 Buchstaben. – so gehe ich im Wechsel das ganze Wort durch.

+        Für die Buchstaben, für die mir innerhalb der Zeit (5 Sek.) kein neues Wort einfällt mache ich nur den Strich und gehe dann zum nächsten weiter.

So präpariert macht es richtig Spaß und es ist keine Arbeit (Stichwort: Gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg)

Man kann dies auch ausweiten, indem mehrere das gleiche Wort „bearbeiten  aber nicht zugleich, wenn alle beieinander sind.

Wenn man dies mit mehreren „spielen” möchte gilt es ein paar weiterführende Vorbereitungen u. Regel zu treffen.

  • Da wäre einmal, dass jeder das gleiche Wort „bearbeitet”, da es keinen großen Sinn macht wenn der eine das Wort „Liebe” und der andere das Wort „Laster” sich vornimmt.

Daher mein Vorschlag: Erstellung einer Liste mit Worten, die jeder nach dem oben beschriebenen Ablauf für sich daheim, „im stillen Kämmerchen”, aufarbeitet. – Für den Anfang schlage ich 3 – 5 Wörter vor

  • Allen „Teilnehmern” sollte der Ablauf eindeutig klar sein.
  • Drittens, die Vorgabe, dass die Wortliste bis zum nächsten Treffen, zu einem vereinbarten Termin, fertig bearbeite ist.
  • Die Auswahl der Teilnehmer sollte so angelegt sein, dass ein gewisses Vertrauensverhältnis besteht. Was würde dagegen sprechen es mit dem eigenen Partner zu versuchen?
  • Die Anzahl sollte nicht zu groß gewählt werden, für den Anfang schlage ich (na klar, macht sonst keinen Sinn) mind. 1 Person bis max. 4 Personen plus einem selbst vor.

Um für die „Mitarbeiter” einen weiteren Anreiz zu schaffen, kann man ihnen ein Set, bestehend aus: Blätter eines besonderen Papiers, eine Schachtel Filzstifte, kleiner Ordner, usw., schenken oder vereinbaren, dass jedem Buchstaben eine bestimmten Farbe zugeordnet wird, oder – oder – oder

So ausgestattet und präpariert gibt es nur noch eins: los geht’s und viel Spaß!!!

„Welchen Nutzen hat dies alles für mich?”  werden sich nun einige fragen.

Wortschatzerweiterung – ich erkenne, durch die Verwendung von neuen Wörtern wie ich das Wort „besetze” – durch die Art und Weise sowie den Farben, entsteht ein „Bild” von diesem Wort; bei der Verwendung des Wortes fallen mir auch die dazugehörigen Worte wieder ein – ich kann dadurch den Worten einen eigenen Wortsinn, meinen Wortsinn, zuschreiben – Meine Wortwahl wird in Gesprächen kreativer und abwechslungsreicher.

Kleines Beispiel? – In einem Gespräch wird gefragt, was man unter „Liebe” versteht? Durch das gedankliche Aufrufen des „Bildes” Liebe kann ich frei, spontan und für mich stimmig antworten. Sollte ich keine derartiges „Bild” aufrufen können, muss ich teilweise unter Druck etwas „zusammenschustern”, mit dem ich im Nachhinein so nicht einverstanden bin und es möglicherweise Missverständnisse gab bzw. gibt, welche einer Korrektur bedürfen. Durch die Nennung meiner Bedeutung habe ich auch mitgeteilt, was ich darunter verstehe.

Zum Schluss noch ein paar Tipps:

Um ein eigenes Gefühl dafür zu bekommen, kann man mit dem eigenen Namen beginnen, gibt es einen Rufnamen, dann als erstes mit dem.

Weiter kann es hilfreich sein dies mit dem Namen des Partners, der besten Freundin, des besten Freunds, der Kinder, der Eltern, usw. durchzuführen.

Der Nachname ist natürlich auch interessant.

Frage, welche Worte benutze ich in Gesprächen sehr oft? – oder, welche werden von anderen mir gegenüber oft verwendet?

Bei welchen Worten werde ich oft missverstanden?

Da ich nicht immer gleich die Zeit und Möglichkeit finde Worte so „aufzuarbeiten”, habe ich immer ein kleines Notizbuch bei mir, in das ich dann alles notiere, um diese dann später definiere.

Zur besseren Übersicht, für welche Worte ich noch keine, meine eigene Deutung gegeben habe bzw. ich schon „bearbeitet” habe, wird von mir hierfür eine fortlaufende „Liste” geführt.

Ich wünsche nochmals viel Spaß und noch ein ganz, ganz wichtiger Tipp:

Bitte es nicht verbissen sehen oder tun!!!


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